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Mieter haben mehr Rechte als sie denken

 

Vielen Deutschen ist es nicht bewusst, aber tatsächlich gehört man als Mieter einer Wohnung zu einer der gesetzlich und rechtlich am besten geschützten Personengruppen. Allerdings ist es nicht immer gleich auf den ersten Blick zu durchschauen, wann der Mieter nun wirklich das ihm zustehende Recht einfordern darf und wann nicht. Ein kleiner Überblick der wichtigsten Mietrechte kann mit Sicherheit nicht schaden.

1. Nebenkostenabrechnung muss nach zwölf Monaten vorliegen

Sollte sich der Vermieter nicht an die gesetzlich festgelegte Frist von zwölf Monaten halten und die Rechnung für die Nebenkosten zu einem späteren Zeitpunkt übergeben, muss der Mieter nicht für die Summe aufkommen. Es sei denn, der Vermieter selbst ist nicht für die Verspätung verantwortlich. Ähnlich verhält es sich auch mit womöglich geforderten Nachzahlungen. Verlangt der Vermieter nach Ablauf des zwölfmonatigen Abrechnungszeitraums mehr Geld, weil er vielleicht einen Posten vergessen hat, so ist der Mieter nicht zwingend zu einer Zahlung verpflichtet. Andere Tipps und Tricks rund um das Thema Nebenkosten und Mietrecht finden Sie auch unter der URL www.immonet.de.

2. Mieter können Einsicht in Rechnungsbelege fordern

Häufig kommt es vor, dass man durch das Wirrwarr an Zahlen und Zeichen nicht mehr durchdringt, wenn man sich seine Neben- beziehungsweise Betriebskostenabrechnung einmal genauer ansieht. Dennoch kann es nicht schaden, sich mit den verschiedenen Belegen im Detail auseinanderzusetzen. Sollten Sie bei einer solchen Gelegenheit einmal eine Ungereimtheit entdecken, haben Sie das Recht, sich direkt an Ihren Vermieter zu wenden und ihn, wenn nötig, um die Einsicht der originalen Belege zu bitten. Als Mieter haben Sie im Übrigen zwölf Monate Zeit, Ihren Vermieter auf etwaige Fehler in der Abrechnung hinzuweisen. Dies trifft auch zu, wenn Ihrem Vermieter der gleiche Fehler mehrmals unterlaufen sollte.

3. Betriebskosten für leer stehende Wohnungen zahlt der Vermieter

Für gewöhnlich werden die Betriebskosten wie Müllabfuhr, Licht im Treppenhaus oder auch Reinigungskosten auf alle Einwohner des Gebäudes umgeschlagen. Gemäß dem Fall, dass einmal eine Wohnung leer stehen sollte, ist es jedoch nicht rechtens, dass der Vermieter die nun noch ausstehenden Kosten auf die übrigen Hausbewohner ummünzt. In einem solchen Fall muss der Vermieter selbst für den entsprechenden Anteil der Betriebskosten aufkommen.

4. Der Kinderwagen darf im Flur stehen bleiben

Nicht immer ist in der eigenen Wohnung genügend Platz um den Kinderwagen unterbringen zu können. Auch ist es nicht besonders praktisch, wenn der Wagen oder Buggy immer erst wieder ausgeklappt werden muss, bevor man ins Freie starten kann. Aus diesem Grund ist es gut wissen, dass Mieter durchaus das Recht dazu haben, den Kinderwagen im Hausflur oder im Treppenhaus abzustellen. Da diese als sogenannte Gemeinschaftsflächen gelten, ist man als Mieter dazu berechtigt, sie zu nutzen. Allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Größe des Hausflurs beziehungsweise Treppenhauses dies auch wirklich ermöglicht, ohne dass man anderen Mietern den Weg versperrt.