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Immobilienpreise im Osten steigen an



Die Bürger der neuen Bundesländer sind optimistisch: Auch in wirtschaftlichen Krisenzeiten zeigen sie keine Angst vor Investitionen – Angstsparen? Fehlanzeige! Das zeigen aktuelle Untersuchungen, die bestätigen, dass im Osten die Nachfrage nach Immobilien deutlich steigt – ebenso wie die Immobilienpreise. Verursacht wird diese gesteigerte Nachfrage vermutlich durch die Sicherheit, die den Immobilien als Geldanlage im Allgemeinen nachgesagt wird.

Die Immobilienbranche in Ostdeutschland boomt. Die Ostdeutschen zeigen sich von der Wirtschaftskrise weitestgehend unbeeindruckt, zumindest wenn es um Investitionen in Immobilien geht. Die gesteigerte Nachfrage führt natürlich auch zu gesteigerten Preisen.

Besonders hohe Immobilienpreise müssen Käufer oder Bauherren für Wohnungen und Häuser in Dresden zahlen. Hier sind drastische Zuwächse bei den Miet-, aber auch Kaufpreisen zu verzeichnen. Im Mittel liegen die Werte bei 1.516 Euro pro Quadratmeter für Wohnungen. Damit ist Dresden gute 20 Jahre nach der Wende zu einem recht teuren Pflaster geworden, das fast schon den Bundesdurchschnitt für Wohnungspreise erreicht hat. Wohnungen mieten in Dresden ist also kein billiges Unterfangen mehr. Zum Vergleich: Die Kaufpreise im übrigen Osten liegen durchschnittlich 20 Prozent unter diesem Wert.

Besonders drastisch verhält es sich mit den Immobilienpreisen in der Altstadt und in der Neustadt. In der Altstadt, nahe Semperoper und Frauenkirche, werden für einen Quadratmeter durchschnittlich 2.100 Euro fällig. In der Neustadt, die in der Gründerzeit erbaut wurde, kosten Wohnungen 1.680 Euro pro Quadratmeter.

Gründe für die hohen Immobilienpreise im Osten

Die hohen Immobilienpreise im Osten sind nicht zuletzt auf die Krise zurückzuführen. Schließlich gelten Immobilien nach wie vor als werthaltige Anlagen. Die Annahme wird von den Erfahrungen des Ostdeutschen Sparkassenverbands (OSV) bestätigt: Für Neubauten wurden alleine 2011 784 Millionen Euro Kredite ausgegeben, das sind knapp zwei Drittel mehr als im Vorjahr. Auch beim Kauf von Häusern und Wohnungen konnten deutliche Anstiege bei den Finanzierungen beobachtet werden, sie legten um 7,1 Prozent zu und machten damit 1,6 Milliarden Euro aus.

Immer mehr Ostdeutsche investieren in Immobilien, also könne von einem Angstsparen keine Rede sein, so der OSV-Präsident Claus Friedrich Holtmann. Vielmehr könne in den neuen Bundesländern ein großer Optimismus festgestellt werden, speziell bei den kleinen und mittelständischen Betrieben. Als Grund dafür gab Holtmann an, dass diese nicht so stark vom Export abhängig seien.